Reaktion auf reisserischen Artikel gegen Auslandhunde in Sonntagszeitung
Solch undifferenziert geschriebene und schlecht recherchierte Artikel sind eine Ohrfeige für den Tierschutz. Die Autorin Chris Winteler lässt kein gutes Haar an importierten Hunden.
So schreibt sie: 40% aller Hunde in der Schweiz seien gemäss Amicus aus dem Ausland. Da fragt sich der aufmerksame Leser, ob wir damit tatsächlich 40%  ‘schlechte Hunde’ in der Schweiz haben ? Mit bedenklichen Aeusserungen von Exponenten, die selber aktiv sind im Tierschutz, wird ein total einseitiges Bild aufgezeigt. Fühlen sich diese Exponenten in diesem Artikel wirklich richtig repräsentiert? Das würde uns ehrlich gesagt erstaunen, mindestens aber sehr befremden.
Die Befragung z.B. eines Hunde-Verhaltenstherapeuten ist sicher interessant, daraus aber Rückschlüsse auf den Durchschnitt (? Allgemeinheit?) der „Auslandshunde“ zu ziehen ist falsch. Hiermit begeht Frau Winteler den Fehler der „selection bias“ (= Stichprobenverzerrung) – in der Wissenschaft verpönt. Genauso unangebracht wäre es, einen verklärten Tierschützer zu befragen, und dessen Meinung als Durchschnitt hinzustellen. Einzelbeispiele sind und bleiben Anekdoten ! 
Eine der Exponenten hat selber vier Hunde aus dem Ausland, welche aber so gar nicht dem Bild entsprechen, das hier präsentiert wird . desweiteren gibt es viele anspruchsvolle Hundehalter in der Schweiz, die sehr zufrieden sind mit ihrem ‚völlig normalen Auslandshund‘.
Es wäre also angebracht, ordentlich und fundiert über das Thema zu informieren – dazu gehoert das Zusammentragen verschiedenster Informationen und Aspekte ! – so wird der mündige Leser in der Lage sein, sich ein Bild zu machen und, falls er/sie gedenkt einen Hund anzuschaffen, die richtige Entscheidung treffen können ! 
Dieser Artikel hat journalistisch nur einen einzigen Treiber: Wie kann ich die Leserzahl maximieren. Mit reisserischen Formulierungen und Einzelbeispielen wird die Arbeit von zahllosen Tierschützern mit Füssen getreten. Schade, denn wir hätten Chris Winteler offensichtlich viele Informationen liefern können, die ihr einen Bericht mit gutem Inhalt und Aufklärung des Lesers erlaubt hätten – diese hat der mündige Leser verdient, damit er sich selber eine Meinung bilden kann.
Wir werden uns nicht durch solche Artikel beirren lassen. Allenfalls müssen wir uns fragen, welche Organisationen wir unterstützen und welche wohl eher nicht, welche Zeitungen wir kaufen und welche wohl eher nicht.
Tierschutz kennt keine Landesgrenzen und es gibt Organisationen, die seriös arbeiten, unter Aufsicht sind und alle Kriterien nach Schweizer Standard erfüllen. Home4dogs gehört zu diesen Organisationen und wir hätten eine andere, gut (oder überhaupt) recherchierte Berichterstattung verdient.
Wir hoffen, die Redaktion der Sonntagszeitung wird mit positiven Erlebnissen mit Auslandhunden regelrecht überflutet, damit sie auf diese qualitativ schlechte Arbeit aufmerksam gemacht wird.
Wir danken an dieser Stelle all unseren Paten, Spendern und Mitgliedern für die Treue, das Vertrauen und die Unterstützung.
Der Vorstand home4dogs.