Martin, ca 5.5 Jahre (geb. ca 06.2017), 24 cm, 2.7 kg, männlich, VERMITTELT

  • ca 5.5 Jahre (geb. ca 01.06.2017)
  • männlich, kastriert
  • 24 cm, 2.7 kg
  • sehr scheu
  • orientiert sich stark an seinem Zwingerkollegen Zipi
  • Leishmaniosetest negativ am 08.11.2022,
  • NOCH IN SPANIEN

 

Als Maria von unserem Partner-Tierheim eines Tages ins staatliche Tierheim ging, sah sie einen winzigen Hund mit noch anderen Hunden in einem Käfig. Sie hat nachgefragt, woher er komme. Man hat ihr erzählt, dass er in einen Wassergraben geworfen worden sei. Offenbar hat das jemand gesehen und die Polizei gerufen, so kam MARTIN ins staatliche Tierheim. Sie beobachtete, dass Martin unter den anderen Hunden total in Panik war. Man hat ihn dann zusammen mit den anderen Hunden in einen Zwinger gesteckt. Irgendjemand hatte wohl Mitleid mit dem kleinen Martin und brachte noch ein kleines Hundehaus in den Zwinger. Er verkroch sich sofort darin und verliess die Hütte nicht mehr. Maria bekundete ihr Interesse, Martin in unser Partner-Tierheim mitzunehmen. Man sagte ihr dann, sie könne es versuchen, aber er sei aggressiv und wenn es nicht ginge, könne sie ihn einfach zurückbringen. Maria sah in Martin aber nur einen extrem verängstigten Hund, der dort so schnell wie möglich raus musste. Und wenn für sie etwas klar war, dann, dass Martin ganz sicher nie mehr ins staatliche Tierheim zurückgebracht werden würde.

Martin’s Charakter hat sich sehr verändert seit er in unserem Partner-Tierheim ist. Am Anfang war er total verängstigt. Wenn er jemanden sah, fing er sofort an zu zittern. Aus lauter Angst kam hinten alles raus, was da rauskommen kann und er knurrte jeden an. Man hat beschlossen, ihm einen kleineren, sicheren Hund (Zipi) zur Seite zu stellen. Zipi ist zwar etwas nervös, aber sehr selbstsicher und sozial. Martin schloss sich Zipi sofort an. Maria und Lupe sind dann immer wieder in den Zwinger zu Zipi und Martin und haben sich dort auf den Boden gesetzt, ohne sich im Geringsten um Martin zu kümmern oder ihn nur anzuschauen. Zipi war dann natürlich die ganze Zeit auf dem Schoss einer der beiden und bekam Guddelis. Mit der Zeit hat Martin angefangen sich zu entspannen. Er kam noch nicht in die Nähe und nahm auch keine Guddelis, aber er wurde ruhiger und knurrte nicht mehr. Dann mussten Zipi und Martin den Zwinger wechseln. Man hat überlegt, wie man dies möglichst stressfrei für Martin machen könnte. Sie entschieden eine grosse Hundetransportbox in den Zwinger zu stellen und Martin ging sofort rein und konnte in den anderen Zwinger umziehen.

Zipi ging jeden Tag mit anderen Hunden in den Auslauf, aber Martin konnte man ja (noch) nicht anleinen, so blieb er immer im Zwinger zurück. Der Pfleger hat dann einfach mal versucht, die Türe des Zwingers geöffnet zu lassen in der Hoffnung, Martin würde Zipi einfach hinterher zum Auslauf folgen. Fast hätte es geklappt, aber in der Mitte des Weges kehrte Martin um und ging in den Zwinger zurück. Der Pfleger war überzeugt, dass es am nächsten Tag klappen würde und genau so war es. Seitdem geht Martin nun auch jeden Tag in den Auslauf, wo auch noch andere Hunde dazu kommen und er hat gar keine Probleme. Am Anfang hing er wie ein Schatten an Zipi, doch mit jedem Tag wurde er selbständiger und selbstsicherer.

 

MARTIN hat noch einen langen Weg vor sich, aber Maria befürchtet, dass er im Tierheim keine grossen Fortschritte mehr machen wird. Er braucht ein kinderloses Zuhause bei SEHR geduldigen Leuten, die ihn zu gar nichts zwingen. Er wird am Anfang sicher auch nicht spazieren gehen können. Ideal wäre also ein gut gesicherter Garten, wo er raus kann, bis er soweit ist, die grosse Welt zu erkunden. Ein kleiner bis mittlerer und souveräner Hund würde Martin bestimmt helfen, Vertrauen aufzubauen. Es ist uns bewusst, dass es nicht einfach wird, das ideale Zuhause für Martin zu finden, aber wir haben es dem kleinen Kerl versprochen.